Day 7 – Sunday silent Sunday
Es ist still auf den Straßen – sehr still! Scheinbar bewirken so drastische Maßnahmen wie Ausgangssperre doch etwas, zumindest hier wo ich lebe.
Halten wir das durch – fragt eine angesehene Wochenzeitung in ihrem Wirtschaftsteil. Eine sehr valide Frage, nicht nur in wirtschaftlicher Hinsicht. Viele Menschen haben nicht nur Sorge um ihre Familie, viele Gedanken drehen sich um den Arbeitsplatz. Nicht nur kleine und Mittelständische Betriebe stehen vor enormen Herausforderungen, es trifft auch die größeren. Lieferketten brechen ab, die eigene Produktion kann nicht aufrecht erhalten werden. Die Sorgen und Nöte der Belegschaft sind bisher in den Virus Schlagzeilen vorerst unter gegangen. Doch wie werden wir als Gesellschaft damit umgehen, wenn nach Corona die Arbeitslosenzahlen explodieren? Viele werden auf staatliche Hilfe angewiesen sein, doch wie solidarisch sind wir dann? Vor diesen Zeiten graust mir ein wenig und ich fürchte das wird eine „steife Brise“ in den Segeln der Populisten. Wobei es egal ist aus welchem Lager! Das werden sicher Themen der kommenden Wochen! Doch jetzt hoffen wir zunächst, dass sich die Zahlen der Infektionen beruhigen, bzw. nicht weiter steigen.
In dem Sinne – übt Solidarität und bleibt gesund!
Day 6 – Sogar das Wetter ist trüb
Das erste Wochenende in Quarantäne, der erste Tag der Ausgangssperre in Bayern. Es kursieren immer noch Bilder und Videos im Internet, die einen zweifeln lassen, ob wir wirklich eine aufgeklärte Gesellschaft sind!
Kürzlich sah ich einen Beitrag aus dem Iran. Ein Land von Sanktionen gebeutelt, in dem Mangel kein Fremdwort ist und auch Ausgangssperren und andere Einschränkungen nicht unüblich. Niemand dort schien “zu hamstern” oder in Panik zu verfallen. Die Menschen gingen sorgsam und mit entsprechender Distanz miteinander um, es gab genug Lebensmittel und niemand drängelte oder drängte andere weg.
Diese Situation wird nachhaltige Veränderungen in unserer Gesellschaft hinterlassen! Welche – das haben wir in der Hand!
Grausam, wenn ich jetzt schon von Warnungen vor häuslicher Gewalt oder sogar sexuellem Missbrauch in Familien höre. Geht das auch anders?! Können wir nicht einmal in einer solchen, für uns alle fremden Situation, die einfachsten Grundregeln des menschlichen Miteinanders respektieren? Wo sind die grossen Moralphilosophen wenn man sie braucht. Ja – ich weiss, Kant lesen und verstehen sind 2erlei Dinge, doch der einfachste auf den Punkt gebrachte Nenner ist doch – “was du nicht willst da man dir tut, das füg auch keinem Andren zu!” Kann man doch einfach mal versuchen!
In diesem Sinn – respektiert euch in eurer Unterschiedlichkeit und bleibt gesund!
Day 5 – in der Krise zeigt sich der Charakter
sagte mal irgendein schlauer Mensch, wer genau weiss ich nicht und es ist auch egal. Was mich in dieser Situation richtig nervt, die vielen “super Schnäppchen Angebote” von diversen Online Händlern.
Auch wenn die Wirtschaft weitergehen muss und Menschen Arbeit brauchen, wer braucht denn in dieser Situation unbedingt neue Klamotten, Schuhe oder sonstigen Firlefanz? Lagerarbeiter und Lieferanten sind auch Menschen und haben Familie. Das ganze trifft im übrigen auch auf alle Menschen die derzeit im Einzelhandel arbeiten! Ich möchte nicht jeden Tag von “panischen” Menschen überrannt werden, die glauben täglich ihre Vorräte bis zum Ultimo auffüllen zu müssen. Können wir evtl. doch mal wieder zu “normal” Betrieb übergehen, bzw. sich in einer solchen Ausnahmesituation entsprechend verhalten? Was wir jetzt erleben – Ausgangsperre! – hat auch viel damit zu tun, dass wir einfach glauben “es geht so weiter”, “es ist doch nicht so schlimm” und am schlimmsten “es trifft doch mich nicht”. Solidarität, Rücksicht und Einsicht müssen so manche Mitbürger echt im Fremdwörterlexikon nachschlagen.
Ich hoffe für uns alle, dass diese Situation schnell vorüber geht und wir zu einem normalen gesellschaftlichen Miteinander zurückkehren. Insbesondere möchte ich schnellstmöglich meine demokratischen Grundrechte wieder hergestellt wissen. Das geht allerdings nur, wenn wir solidarisch durch diese Krise gehen und gegenseitig Rücksicht nehmen.
In diesen Sinn – bleibt gesund und einfach mal zu Hause!
Day 4 – wir arrangieren uns mit der Situation
Manchmal Zweifel ich schon ein wenig, ob wir mit ausreichend Verstand gesegnet sind! Gestern sprachen Frau BK Merkel und in Österreich Herr BK Kurz deutliche und eindringliche Worte zur Situation. Man muss kein Freund ihrer Politik sein, doch in dieser Situation zeigen beide wahre Grösse und Umsicht!
Heute bemerke ich, wie plötzlich wieder “leben” in die Strassen und Menschen kommt. Da rattern Rasenmäher und Motorräder, spielen Kinder im Garten – auch in Gruppen! Ich weiss nicht wie es in den Supermärkten aussieht, da ich das Haus nicht verlasse.
Ich gehöre zu denen, die der Virus erwischt hat. Nicht schlimm, doch genug um im Ansatz zu spüren was er auslösen kann. Bitte – niemand muss sich Sorgen machen! Es geht mir gut!
Es ist an der Zeit Witze über das Thema einzustellen, den Ernst der Lage zu akzeptieren und einfach mal zu Hause zu bleiben. Niemand ordnet das aus Spass an! Versteht bitte, dass es sich um eine wirklich sehr ernste Situation handelt und Zahlen die in die zig Tausend infizierte, oder noch schlimmer Tote gehen, brauchen wir nicht. Es kann jeden treffen und es kann auch immer tödlich sein. Deshalb nicht hinterher weinen und klagen, sondern einfach jetzt mal glauben, was Virologen, Politiker und andere Spezialisten raten.
In dem Sinn – bleibt gesund und haltet die Regeln ein!
Day 3 – das Leben findet zu Hause statt
In meinem Fall kann ich nur sagen – Glück gehabt! Ein grosses Haus mit Garten, das sich 2 Leute teilen. Platz genug nicht unbedingt “aufeinander zu kleben”. Das sieht sicher bei Familien, die jetzt in “engen” Wohnungen leben anders aus. Was passiert denn, wenn man plötzlich 24/7 aufeinander hockt, Montag bis Sonntag – rund um die Uhr! Da kommen zwangsläufig Konflikte! Der Mensch ist dafür nicht “gebaut”! Wir brauchen den Kontakt mit Anderen, unterschiedliche Eindrücke und Erfahrungen! Das ist Grundlage unseres Zusammenlebens. Klar – das geht jetzt erstmal noch gut, doch wie sieht das in 2 – 3 Wochen aus? Wie sieht das aus, wenn plötzlich klar wird, dass auch der geplante Osterurlaub ausfällt und man in den eigenen 4 Wänden bleiben muss.
Es gibt aber auch ein paar Möglichkeiten dem “Corona-Blues” zu entkommen! Kocht zusammen! Verteilt die arbeiten auf alle Familienmitglieder und macht ein “Spiel” daraus.
Das gleiche gilt für alltägliche Hausarbeiten – jeder kann jetzt einen Teil übernehmen, Verantwortung mit übernehmen. Das setzt natürlich “Vertrauen” und “Gelassenheit” voraus. Kann schon sein, dass mal nicht so super gründlich gesaugt oder gewischt ist – egal – es ist gemacht und allemal eine Belohnung wert! Seid kreativ! Diese Situation kann auch sehr positive Auswirkungen haben, besonders in Familien, wo man bisher eher sein eigenes “Ding” gemacht hat.
Bleibt gesund und vertraut einander!
Day 2 – Es wird ruhiger!
Dachten wir noch vor ein paar Tagen, das werden wir schon überstehen! So schlimm wird das schon nicht! Jetzt wissen wir es besser – zumindest die meisten! Grenzen sind dicht – überall in Europa! In Bayern herrscht der “Notstand” – natürlich NICHT was die Versorgung angeht! Doch sämtliche Einrichtungen wie Kino, Theater, Fitness Studios, Restaurants (noch nicht alle!) usw. sind und bleiben vorerst geschlossen. Es herrscht eine seltsame Stille auf den Strassen, auch wenn hin und wieder noch Menschen unterwegs sind. Man geht sich aus dem Weg – gespenstisch!
Die ersten “Probleme” tauchen auf. Nicht jeder Haushalt verfügt über schnelles Internet, nicht jeder Schüler über einen leistungsfähigen PC oder Tablet, nicht jeder Vater oder jede Mutter kann bei den Aufgaben helfen.
Wir haben die Antworten, doch es dauert bis sie dort ankommen wo es klemmt. Auf diese Situation waren wir nicht vorbereitet! Was tun? Vor allem erstmal RUHE bewahren – auch wenn das schwer fällt, besonders mit Teenagern oder kleineren Kindern im Haus.
Die nächsten Tage werden zeigen wie gut wir alle zusammen diese Situation bewältigen werden! Steht zusammen und helft einander so gut es geht! Oft sind es die klein Dinge, die grosse Wirkung haben, nicht immer muss es “kollektives Singen” sein.
Bleibt gesund und vertraut unserer Gesellschaft!
Day 1 – Work – Life goes on!
In meinem Job bin ich es ja gewohnt “remote” zu arbeiten. Home Office gibt es in unserem Unternehmen schon sehr lang, so dass in dieser Hinsicht keine grosse Umgewöhnung nötig ist.
Trotzdem ist es jetzt anders! Was genau kann ich noch nicht mal sagen. Vielleicht einfach die Tatsache, dass es jetzt keine “Option” mehr ist.
Die Nachrichten rund um COVID-19 verunsichern und machen uns ein Stück weit ratlos. In unserer durch organisierten, digitalen Welt dachten wir ja in gewisser Weise unverwundbar zu sein – wir werden grad eines Besseren belehrt.
Trotzdem muss es ja weitergehen – online – digital eben. Vielleicht erleben wir jetzt was “Digitalisierung” tatsächlich bedeutet und welchen Einfluss ein vernünftiger Umgang damit hat. Nicht nur in dieser speziellen Situation, sondern ganz generell. Schauen wir doch nur auf die Bilder, die so eindeutig zeigen, wie gut der Umwelt diese Reduzierung des “ganz normalen Wahnsinns” tut.
So liegt in jeder Katastrophe auch immer eine Chance. Ich hoffe, dass jeder das für sich erkennt und auch etwas positives an der “reduzierten” Lebensweise findet.
Also – bleibt gesund und macht es euch zu Hause gemütlich.
Hoffe es geht dir besser und du kannst genug essen und trinken. Ich geh heute wieder in die Sauna nachdem ich am Morgen einkaufen war. Aber selbst beim Billa war es sehr leer. 9,oo Alles Liebe dein Daddy
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Posted by daddy | March 24, 2020, 2:13 pmDanke – ja soweit alles gut! Es wird besser von Tag zu Tag! Durchhalten – gesund bleiben …. das war schon das Motto vom “Wir” Moderator in den späten 70ger Jahren 🙂
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Posted by doroblogg.com | March 24, 2020, 2:33 pm